StarCraft kehrt zurück, aber komplett anders als erwartet

Starcraft

Über ein Jahrzehnt lang war es still um die Koprulu-Sektor-Saga von Blizzard. Jetzt hat der Entwickler auf der BlizzCon 2026 in Anaheim den Bann gebrochen und ein neues StarCraft angekündigt. Wer allerdings mit einem dritten Echtzeit-Strategie-Teil gerechnet hat, wird überrascht: Das neue StarCraft ist ein storygetriebener Open-World-Shooter, der das Franchise in eine völlig neue Richtung lenkt.

Vom RTS-Klassiker zum Third-Person-Shooter

Die Ankündigung fiel während der Opening Ceremony der BlizzCon 2026, dem ersten Event dieser Art seit 2023. Statt Basenbau und Einheitenkontrolle setzt Blizzard nun auf ein waschechtes Open-World-Erlebnis. Verantwortlich für das Projekt zeichnet Dan Hay, der zuvor als Director an Far Cry 5 bei Ubisoft mitgewirkt hat. Seine Erfahrung mit großen, offenen Spielwelten dürfte bei diesem Richtungswechsel kein Zufall sein.

Spielerisch soll StarCraft laut Blizzard die Geschichte des Franchise ehren, gleichzeitig aber das Universum konsequent weiterentwickeln. Angesiedelt ist die Handlung im bekannten Koprulu-Sektor, und zwar rund 70 Jahre nach den Ereignissen von StarCraft II: Legacy of the Void aus dem Jahr 2015. Damit ist das neue StarCraft chronologisch der dritte Hauptteil der Reihe, auch wenn Blizzard bewusst auf eine Nummerierung verzichtet und das Spiel schlicht StarCraft nennt.

Der Trailer: Zergling-Rush und Mengsks Stimme

Zur Ankündigung gehörte auch ein erster Trailer, der gleich für Gesprächsstoff sorgt. Gezeigt wird ein Marine namens Holt, der sich auf seinen Einsatz für das Dominion vorbereitet, nur um bei der Landung direkt von einem Zergling-Rush überrannt zu werden. Ein bitterer, aber durchaus unterhaltsamer erster Eindruck. Im Hintergrund ist zudem eine Stimme zu hören, die stark an Arcturus Mengsk erinnert, was bei Fans der Reihe sofort für Spekulationen über mögliche Rückkehrer sorgt.

Der Begleittext zur Ankündigung schlägt einen dramatischen Ton an: Die Söhne und Töchter des Dominion hätten dem Ruf gefolgt, als die Menschheit sie am dringendsten brauchte. Ihr Mut habe die Front gehalten, ihr Opfer einen weiteren Tag erkauft. Nun ergeht der Ruf an die Spieler:innen selbst, dieses Erbe fortzuführen, koste es, was es wolle.

Release erst 2030, Plattformen weiterhin offen

Wer jetzt schon losstürmen möchte, muss sich in Geduld üben. Blizzard hat für StarCraft einen Release im Frühjahr 2030 angepeilt, und das Studio betont, dass sich das Projekt noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet. Weitere Gameplay-Einblicke und tiefere Blicke in die Spielwelt sollen in den kommenden Jahren folgen.

An dieser Stelle müssen wir ehrlich sein: Konkrete Plattformen wurden bislang nicht bestätigt. Für uns als PlayStation-Community bedeutet das zunächst Warten. Angesichts der engen Zusammenarbeit von Microsoft und Blizzard seit der Activision-Blizzard-Übernahme ist eine Veröffentlichung auf Xbox und PC naheliegend, eine explizite PS5-Bestätigung steht jedoch noch aus. Wir behalten das Thema für euch im Auge und aktualisieren diesen Artikel, sobald es hier Neuigkeiten gibt.

Ein Franchise mit bewegter Vergangenheit

Die Ankündigung markiert die erste große Rückkehr der Marke, seit Blizzard 2020 die Entwicklung neuer kostenpflichtiger Inhalte für StarCraft II eingestellt hat. Ganz neu ist der Versuch, das Franchise außerhalb des RTS-Genres zu positionieren, allerdings nicht: Bereits 2002 wurde mit StarCraft: Ghost ein Third-Person-Stealth-Titel angekündigt, der letztlich nie erschien. Ob dem neuen Anlauf mehr Erfolg beschieden ist, bleibt abzuwarten, die Ambition dahinter wirkt jedoch deutlich größer als beim gescheiterten Vorgängerprojekt.

Eingebettet war die StarCraft-Ankündigung zudem in ein umfangreiches BlizzCon-Programm. Auch eine animierte Diablo-Serie bei Netflix sowie Diablo V für 2029 wurden im selben Rahmen vorgestellt, ein Zeichen dafür, dass Blizzard mit voller Kraft in eine neue Ära starten möchte.

Ein mutiger Schritt für ein schlafendes Franchise

Mit dem neuen StarCraft wagt Blizzard etwas, das viele Fans lange nicht für möglich gehalten hätten: einen kompletten Genrewechsel für eine der prägendsten Marken der Studiogeschichte. Ob sich der Sprung vom Strategiespiel zum Open-World-Shooter auszahlt, werden erst die kommenden Jahre zeigen. Klar ist schon jetzt: Die Erwartungen der Community sind hoch, und die Diskussionen um Mengsks mögliche Rückkehr dürften uns noch eine Weile begleiten.

Was haltet ihr vom neuen Konzept für StarCraft? Freut ihr euch auf einen Shooter im Koprulu-Sektor, oder hättet ihr euch lieber ein klassisches RTS gewünscht? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.


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