Prelude Dark Pain angespielt: Erster Eindruck vom Early-Access-Start

Prelude Dark Pain

Seit dem 27. Juli 2026 ist das dunkle Taktik Rollenspiel Prelude Dark Pain von Quickfire Games im Steam Early Access verfügbar. Wir konnten bereits vorab einen ausführlichen Blick auf den ersten Akt werfen und schildern euch in dieser Vorschau unsere ersten Eindrücke zu Inhalt, Kampfsystem, Präsentation und Technik.

Worum geht es in Prelude Dark Pain?

Die Geschichte spielt in der zerrissenen Welt Statera, die vom mysteriösen Dark Pain heimgesucht wird, einer uralten Kraft der Zerstörung. Der Orden des Aschernen Kreuzzugs herrscht mit Gewalt über weite Teile des Landes und betet zum sogenannten Lord of Pain. Mittendrin steht Soren, ein einst gefeierter Krieger, der sich als Schmied zurückgezogen hatte, bis ein Angriff auf seine Familie ihn zurück auf das Schlachtfeld zwingt. Aus dieser persönlichen Tragödie entwickelt sich ein Aufstand gegen den Orden, angeführt von Soren und der Widerstandsgruppe Blue Net.

Erzählerisch setzt das Studio auf Entscheidungen mit Konsequenzen: Wer im Verlauf der Geschichte bestimmte Wege einschlägt, kann Zugang zu manchen Helden verlieren oder gewinnen. Für Fans klassischer Taktik Rollenspiele mit ernster, düsterer Grundstimmung ist das ein vielversprechender Ansatz, den wir in den kommenden Wochen weiter beobachten wollen.

Prelude Dark Pain Screenshot 01

Early Access Inhalte und Roadmap

Zum Start des Early Access enthält Prelude Dark Pain den kompletten ersten Akt der Kampagne, was laut Entwicklerangaben etwa zwölf bis fünfzehn Stunden Spielzeit umfasst. Zur Verfügung stehen neun rekrutierbare Helden, darunter Soren, Tizon, Tammais, Maya, Sade, Gala, Rufio, Urza und Rayder, mit insgesamt rund 63 Fähigkeiten. Die Weltkarte ist bereits vollständig freigeschaltet und bietet neben der Hauptgeschichte auch Nebenquests, World Missions, zufällige Begegnungen sowie erste Cutscenes.

Für die Vollversion plant Quickfire Games deutlich mehr Umfang: Insgesamt sollen alle Akte von Sorens Geschichte enthalten sein, dazu über zwanzig spielbare Helden aus acht Klassen, zwanzig Fraktionen und mehr als siebzig Gegnertypen inklusive Bossgegner. Auch das System für Raids, bei dem Helden von der eigenen Siedlung aus auf Missionen geschickt werden können, sowie das Crafting von Ausrüstung sollen im Laufe der Entwicklung schrittweise ausgebaut werden.

Die Entwickler rechnen mit einer Early Access Phase von etwa einem Jahr. In dieser Zeit soll der Preis des Spiels schrittweise angehoben werden, je nachdem wie viel zusätzlicher Inhalt bereits verfügbar ist. Feedback aus der Community will das Team aktiv über Steam Diskussionen, Discord und soziale Netzwerke einholen und regelmäßig in Form von Updates und Entwickler Blogs zurückspielen. Das klingt nach einem soliden Plan, wie ambitioniert er am Ende wirklich umgesetzt wird, muss sich aber erst noch zeigen.

Die offizielle Roadmap von Prelude Dark Pain zum Early Access-Start:

Prelude Dark Pain Roadmap

Erster Eindruck zum Gameplay

Das Kampfsystem von Prelude Dark Pain orientiert sich an Genre Klassikern wie Final Fantasy Tactics oder Tactics Ogre. Gekämpft wird rundenbasiert auf einem Raster, wobei bis zu fünf Helden gleichzeitig ins Feld geschickt werden können. Höhenunterschiede auf der Karte spielen eine spürbare Rolle: Wer sich auf erhöhtem Terrain positioniert, verschafft sich einen Vorteil bei Angriffen, während bewegliche Umgebungselemente zusätzliche taktische Optionen eröffnen.

In unseren ersten Kämpfen fiel besonders auf, wie unterschiedlich sich die acht Klassen spielen, von Fernkampf DPS über magische Unterstützung bis hin zu Assassinen. Jede Fähigkeit hat eigene Eigenschaften, und das Zusammenspiel innerhalb des Teams wird spürbar belohnt, wenn Kombinationen aus Debuffs, Flächenschaden und gezielten Einzelangriffen ineinandergreifen. Fast jede Mission bringt zudem eine besondere Zusatzherausforderung mit, die für erfahrene Spieler zusätzliche Belohnungen bereithält, aber auch Einsteiger nicht überfordert.

Außerhalb der Gefechte verwaltet man von der eigenen Basis aus die Ausrüstung der Truppe und investiert Ressourcen aus abgeschlossenen Missionen in neue Waffen und Rüstungen. Dieses Fundament wirkt bereits jetzt rund, wobei sich einige Systeme, etwa die angekündigten Raids, im aktuellen Umfang noch eher rudimentär anfühlen und offensichtlich noch wachsen sollen.

Prelude Dark Pain Screenshot 02
Prelude Dark Pain Screenshot 03

Grafik und Sound

Optisch setzt Prelude Dark Pain auf einen markanten, düsteren Comicstil. Kombiniert wird das mit einer atmosphärischen, an Darkest Dungeon erinnernden Bildsprache sowie architektonischen Anleihen an den andalusischen Baustil, eine Referenz an die Herkunft des Studios. Die Charaktermodelle und Umgebungen wirken in unseren ersten Stunden stimmig und konsistent, auch wenn man dem Spiel an der einen oder anderen Stelle noch ansieht, dass es sich um einen frühen Early Access Zustand handelt.

Musikalisch und klanglich untermalt das Spiel die bedrückende Stimmung Sateras passend, ohne bislang aus der Masse ähnlicher Taktik Rollenspiele herauszustechen. Eine vollständige Sprachausgabe gibt es aktuell nicht, dafür liegen Untertitel in insgesamt zehn Sprachen vor, darunter auch Deutsch.

Prelude Dark Pain Screenshot 04

Technik und Steuerung auf dem PC

Prelude Dark Pain wurde nach eigener Aussage der Entwickler in erster Linie für Controller entworfen, weshalb dessen Nutzung ausdrücklich empfohlen wird. Für den Early Access Start gibt es aber auch eine Maus und Tastatur Steuerung, die sich spürbar an den Bedienkonzepten von Final Fantasy Tactics: The Ivalice Chronicles orientiert. In der Praxis funktioniert das grundsätzlich gut, wirkt in einzelnen Menüs aber noch nicht vollständig ausgereift, was angesichts des frühen Entwicklungsstadiums nicht überraschend ist.

Technisch lief unsere Testversion überwiegend stabil, mit gelegentlichen kleineren Rucklern in Kampfszenen mit vielen Effekten. Größere Abstürze oder Spielfortschritt gefährdende Fehler sind uns in unseren ersten Stunden nicht begegnet. Wer ein einigermaßen aktuelles Mittelklasse System besitzt, sollte mit dem eher reduzierten Grafikstil des Spiels keine nennenswerten Probleme haben.

Prelude Dark Pain Screenshot 05

Lohnt sich der Einstieg in Statera schon jetzt?

Nach den ersten Stunden mit dem Early Access von Prelude Dark Pain hinterlässt das Debüt von Quickfire Games einen soliden und vielversprechenden Eindruck. Die Mischung aus düsterer, comichaft gezeichneter Fantasywelt und einem klassisch inspirierten, taktisch fordernden Kampfsystem funktioniert bereits in dieser frühen Version gut. Der aktuelle Umfang mit dem kompletten ersten Akt, neun Helden und einer vollständig begehbaren Weltkarte bietet genug Substanz für einen ersten längeren Ausflug nach Statera.

Gleichzeitig ist klar erkennbar, dass es sich um ein noch wachsendes Spiel handelt. Systeme wie Raids oder das Ausrüstungs Crafting stecken erkennbar noch in einer frühen Phase, und die geplante einjährige Early Access Zeit wird zeigen müssen, ob Quickfire Games seinen ambitionierten Fahrplan mit über zwanzig Helden, zwanzig Fraktionen und siebzig Gegnertypen tatsächlich einhalten kann. Wer bereit ist, ein Spiel in aktiver Entwicklung zu begleiten, findet in Prelude Dark Pain schon jetzt ein stimmiges und taktisch anspruchsvolles Fundament. Alle anderen sollten die Entwicklung in den kommenden Monaten im Auge behalten und eventuell auf weitere Updates warten, bevor sie einsteigen.

Wir bleiben an Prelude Dark Pain dran und werden über kommende Updates sowie einen möglichen ausführlichen Test nach Abschluss des Early Access berichten.


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