Planet Zoo 2 mit Manati: Die sanfte Seekuh gleitet erstmals durch die Reihe

Planet Zoo 2

Frontier Developments setzt seine Reihe an Animal Spotlights fort und stellt diesmal ein Tier vor, auf das viele Fans der Zoo-Simulation lange warten mussten. Im neuesten Clip zu Planet Zoo 2 steht die West Indian Manatee im Mittelpunkt, hierzulande besser bekannt als Karibik-Manati. Die Seekuh gibt am 13. Oktober in Planet Zoo 2 ihr Debüt innerhalb des Franchise, und für PS5-Spieler:innen ist das gleich doppelt erfreulich: Die Konsolenfassung erscheint diesmal nicht Jahre später, sondern zeitgleich mit der PC-Version.

Ein Franchise-Debüt, das ohne Wasser nicht möglich wäre

Im ersten Planet Zoo war an Meeressäuger schlicht nicht zu denken. Fische und andere Wasserbewohner tauchten dort bestenfalls in kleinen Aquarienboxen als Dekoration auf, echte Unterwasserbereiche gab es nicht. Genau hier setzt der Nachfolger an: In Planet Zoo 2 lassen sich erstmals vollständig aquatische Tiere halten und eigene Unterwasserbereiche gestalten. Die Seekuh ist für dieses neue System ein nahezu perfektes Aushängeschild. Sie wirkt ruhig, fast schon meditativ, ist mit ihrem rundlichen Körper enorm fotogen und dürfte sich in vielen Parks schnell zum Publikumsliebling entwickeln.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet ergänzend zum Video weitere Details in der offiziellen Zoopedia von Planet Zoo 2, die Frontier parallel zu den Spotlights pflegt.

Planet Zoo 2 Manati: Sanfter Riese mit hohen Ansprüchen

So gemütlich der Karibik-Manati auch wirken mag, als Pflegling ist er alles andere als anspruchslos. In freier Wildbahn lebt die Art in warmen, flachen Küstengewässern, Lagunen und Flussmündungen, die sich von Florida über die Karibik bis an die Küsten Südamerikas erstrecken. Ausgewachsene Tiere werden über drei Meter lang und bringen mehrere hundert Kilogramm auf die Waage. Als reine Pflanzenfresser verbringen sie einen Großteil des Tages damit, Seegras und andere Wasserpflanzen abzuweiden.

Besonders wichtig ist die Wassertemperatur: Manatis reagieren empfindlich auf Kälte und suchen in kühleren Monaten gezielt warme Rückzugsorte auf. Für Planet Zoo 2 ist deshalb zu erwarten, dass Beckengröße, Wasserqualität und Temperatur eine zentrale Rolle beim Wohlbefinden der Tiere spielen. Auch das Sozialverhalten dürfte spannend werden, denn Seekühe leben eher einzelgängerisch, finden sich aber immer wieder in lockeren Gruppen zusammen. Die Bindung zwischen Muttertier und Kalb gilt dabei als besonders eng und hält oft über ein bis zwei Jahre.

Wer den Vorgänger kennt, weiß: Frontier legt großen Wert darauf, dass sich die Bedürfnisse der Tiere spürbar auf das Gameplay auswirken. Ein liebloses Standardbecken wird der Seekuh also kaum gerecht werden.

Botschafterin für den Artenschutz

Der Karibik-Manati steht auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet. Zu den größten Bedrohungen der Art gehören der Bootsverkehr, der Verlust von Lebensräumen und das Verfangen in Fischereiausrüstung. Gerade Kollisionen mit Motorbooten hinterlassen bei vielen Tieren sichtbare Narben.

Damit passt die Seekuh hervorragend zu einem der größten Neuerungen des Nachfolgers. Über das Fauna- und Ökosystem-Netzwerk, kurz FEN, übernehmt ihr globale Artenschutzprojekte und züchtet Tiere nicht mehr nur für zahlende Besucher:innen, sondern wildert sie in anpassbaren Wildreservaten aus. Ein Tier mit so einer Geschichte wirkt wie gemacht für diesen Teil der Simulation und dürfte beim Thema Bildung und Gästeerlebnis eine wichtige Rolle einnehmen.

Auf PS5 direkt zum Launch im Becken

Planet Zoo 2 erscheint am 13. Oktober 2026 für PlayStation 5, PC und Xbox Series X/S. Zur Erinnerung: Das Original von 2019 schaffte den Sprung auf Konsolen erst im März 2024. Diesmal müssen PlayStation-Fans also nicht warten.

Die Standard Edition kostet 49,99 Euro, die Deluxe Edition 64,99 Euro. Letztere enthält neben dem Hauptspiel ein Upgrade-Paket mit sechs zusätzlichen Tierarten sowie exklusive Tierschilder. Wer vorbestellt, erhält zum Release ein Bonuspaket mit einem Toucan Eat Laden samt Schild, drei besonderen Spendenbüchsen und einer Tiger-Fotowand. Ein kleiner Tipp für Besitzer:innen des Vorgängers: Wer Planet Zoo bereits im PlayStation Store gekauft hat, spart 10 % beim Vorbestellpreis der Deluxe Edition.

Ruhige Gewässer, große Erwartungen

Mit dem Karibik-Manati zeigt Frontier eindrucksvoll, wohin die Reise in Planet Zoo 2 geht. Die sanfte Seekuh steht stellvertretend für all das, was der Vorgänger nicht leisten konnte: echte Wasserwelten, glaubwürdige Tierpflege unter der Oberfläche und eine Verbindung zwischen Zoobetrieb und realem Artenschutz. Ob Frontier die Aquarien auf PS5 auch technisch und steuerungsseitig sauber umsetzt, wird sich ab dem 13. Oktober zeigen. Die Vorfreude auf die ersten eigenen Seekuh-Lagunen ist jedenfalls geweckt.

Und ihr? Freut ihr euch auf die Wassertiere in Planet Zoo 2, oder steht bei euch eine ganz andere Art ganz oben auf der Wunschliste? Schreibt es uns in die Kommentare!


Jetzt kommentieren

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest

0 Kommentare
Älteste
Neueste Meistbewertet
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x