Seit dem 3. September 2026 ist BioEden von Broken Arms Games und Focus Entertainment auch auf der PlayStation 5 verfügbar, nachdem das Spiel zuvor bereits für den PC erschienen war. Wir haben uns als Keeper auf den Weg gemacht, ein sterbendes Ökosystem wiederzubeleben, und verraten euch, ob sich der Ausflug in die solarpunkige Zukunft lohnt.
Die Erde liegt nach dem sogenannten Großen Zerfall brach, und wir schlüpfen in die Rolle eines Keepers, der im Auftrag des Cosmic Collective damit betraut wird, Flora und Fauna zurückzubringen. Statt einer hektischen Wirtschaftssimulation erwartet uns hier ein ruhiges Aufbauerlebnis, bei dem wir uns Zeit nehmen dürfen und sollen.
Gameplay: Zwischen Gildenwahl und stetigem Balanceakt
Im Zentrum steht der Bau von Kuppeln, in denen wir Inkubatoren errichten, um die DNA verschiedener Tierarten anzusiedeln. Jede Art durchläuft drei Anpassungsstufen, und nur Elemente innerhalb ihres jeweiligen Territoriums zählen für den Fortschritt. Das bedeutet, dass wir genau überlegen müssen, welche Objekte wir innerhalb welchen Bereichs platzieren, denn ein Element außerhalb der Territoriumsgrenze bringt uns beim Fortschritt schlicht nichts.
Zu Beginn wählen wir zudem eine von fünf Gilden, Technik, Erkundung, Natur, Restauration oder Mystik, die jeweils eigene Schwerpunkte setzen und die gesamte Spielstrategie beeinflussen. Die Technik-Gilde reduziert Baukosten, die Erkundungs-Gilde erschließt über Antennen neue Kartenbereiche, die Natur-Gilde konzentriert sich auf Flora und Fauna, die Restaurations-Gilde verwandelt totes Material in neues Leben, und die Mystik-Gilde bietet einen bewusst langsameren, dafür methodischeren Weg. Diese Entscheidung wirkt sich spürbar darauf aus, wie wir an jedes Biom herangehen, und sorgt dafür, dass sich ein zweiter Durchgang mit einer anderen Gilde tatsächlich anders anfühlt.


Ressourcen erhalten wir durch das Scannen von Trümmern in der Umgebung oder durch das Recyceln bereits bestehender Strukturen, während Forschungszentren zusätzliche Punkte liefern, mit denen wir den Wissensbaum jedes Bioms weiter ausbauen. Genau hier liegt aber auch der wunde Punkt des Gameplays: Das ständige Bauen, Zurückbauen und Recyceln von Gebäuden wiederholt sich über die gesamte Spielzeit, und wird auf Dauer zäh. Besonders ärgerlich wird es, wenn beim Errichten eines neuen Gebäudes plötzlich Strom oder Wasser fehlen und dadurch die gesamte Versorgung eines Bereichs zusammenbricht. Das Spiel weist uns zwar vorher darauf hin, und die Logik hinter dem Energienetzwerk ist absolut nachvollziehbar, im Spielfluss bremst dieser ständige Balanceakt zwischen Ausbau und Versorgung aber trotzdem immer wieder aus.
Ressourcen erhalten wir durch das Scannen von Trümmern in der Umgebung oder durch das Recyceln bereits bestehender Strukturen, während Forschungszentren zusätzliche Punkte liefern, mit denen wir den Wissensbaum jedes Bioms weiter ausbauen. Genau hier liegt aber auch der wunde Punkt des Gameplays: Das ständige Bauen, Zurückbauen und Recyceln von Gebäuden wiederholt sich über die gesamte Spielzeit, und wird auf Dauer zäh. Besonders ärgerlich wird es, wenn beim Errichten eines neuen Gebäudes plötzlich Strom oder Wasser fehlen und dadurch die gesamte Versorgung eines Bereichs zusammenbricht. Das Spiel weist uns zwar vorher darauf hin, und die Logik hinter dem Energienetzwerk ist absolut nachvollziehbar, im Spielfluss bremst dieser ständige Balanceakt zwischen Ausbau und Versorgung aber trotzdem immer wieder aus.


Sein cozy Versprechen löst BioEden dabei vor allem dann ein, wenn wir uns bewusst Zeit lassen. Wer hektisch drauflos baut, gerät schnell in genau die Ausfallspiralen, die den Frust auslösen. Gehen wir die Planung dagegen ruhig und überlegt an, nutzen die Pause-Funktion und denken jeden Schritt vorher durch, entfaltet sich genau die entspannte Atmosphäre, die das Spiel eigentlich verspricht. BioEden belohnt Geduld, und bestraft Hektik.
Sein cozy Versprechen löst BioEden dabei vor allem dann ein, wenn wir uns bewusst Zeit lassen. Wer hektisch drauflos baut, gerät schnell in genau die Ausfallspiralen, die den Frust auslösen. Gehen wir die Planung dagegen ruhig und überlegt an, nutzen die Pause-Funktion und denken jeden Schritt vorher durch, entfaltet sich genau die entspannte Atmosphäre, die das Spiel eigentlich verspricht. BioEden belohnt Geduld, und bestraft Hektik.
Grafik und Sound: Solide statt spektakulär
Optisch setzt BioEden auf einen warmen Kontrast zwischen kargen, industriellen Zonen und den üppigen, von Leben durchzogenen Landschaften, die im Spielverlauf entstehen. Das sieht insgesamt solide aus, ohne dabei besonders herauszustechen. Musikalisch begleitet uns ein Soundtrack aus sanften Synth-Klängen und organischen Naturgeräuschen, der zum ruhigen Spieltempo passt, aber ebenfalls eher solide als herausragend bleibt.


Technik und Steuerung auf PS5: Umständliches Radial-Menü bremst aus
Auf der PS5 läuft BioEden im Test größtenteils flüssig, auch wenn mehrere Kuppeln gleichzeitig aktiv sind und zahlreiche Kreaturen über den Bildschirm laufen. Insgesamt wirkt das Spiel aber noch nicht ganz fertig poliert, kleinere Unstimmigkeiten in der Präsentation und vereinzelte Verzögerungen beim Wechsel zwischen Menüs fallen im Test immer wieder auf. Das eine oder andere Update dürfte dem Spiel hier noch guttun, damit sich die technische Basis so rund anfühlt wie das eigentliche Konzept.
Bei der Steuerung über den DualSense bewegen wir die Kamera mit dem linken Stick, während der rechte Stick die Ausrichtung übernimmt, R2 und L2 zoomen, und X dient der Interaktion. Ein Druck auf den rechten Stick beschleunigt das Spielgeschehen oder pausiert es komplett, was für ruhiges Planen praktisch ist. Weniger überzeugend ist jedoch, dass sich sämtliche Bauoptionen ausschließlich über das mit Quadrat geöffnete Radial-Menü erreichen lassen. Für jedes einzelne Gebäude, jeden Inkubator und jede Erweiterung müssen wir uns erneut durch dieses Menü klicken, statt schnell per Schnellzugriff oder Tastenkombination bauen zu können. Gerade bei größeren Ausbauprojekten mit vielen aufeinanderfolgenden Bauaktionen wird das auf Dauer spürbar umständlich und bremst den ansonsten entspannten Spielfluss unnötig aus.

Unser Fazit: Interessantes Konzept mit spürbarem Feinschliffbedarf
BioEden bietet ein grundsätzlich interessantes Ökosystem-Management mit ordentlicher Optik und passendem Sound, wird aber durch die umständliche Radial-Menü-Steuerung und das nervige Auffangen von Strom- und Wasserausfällen ausgebremst. Auch technisch merkt man dem Spiel an, dass noch nicht alles rund läuft. Sein cozy Kern zeigt sich vor allem dann, wenn wir uns Zeit lassen und ruhig planen, statt hektisch drauflos zu bauen. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, findet trotzdem ein solides Aufbauerlebnis mit Potenzial.
BioEden hat ein interessantes, entspannendes Ökosystem-Konzept, wird aber durch umständliche Steuerung und noch fehlenden Feinschliff ausgebremst.
- Interessantes Grundkonzept mit Gildenwahl
- Entspannt, wenn man ruhig und überlegt vorgeht
- Solide Optik und passender Soundtrack
- Bauen läuft umständlich über das Radial-Menü
- Strom- und Wasserausfälle beim Bauen nerven auf Dauer
- Wirkt technisch noch nicht ganz fertig poliert







