Moonlighter 2: The Endless Vault im Test – Der Sprung in die dritte Dimension

Moonlighter 2

Mit dem Release verlässt Moonlighter 2: The Endless Vault offiziell den Early-Access-Status und landet erstmals auf der PS5. Wir haben uns direkt in die Rolle von Will begeben, sind durch Dungeons gezogen und haben unseren Laden in Tresna aufgebaut. Im Test verraten wir, ob der Nachfolger des beliebten Shopkeeper-Roguelikes überzeugen kann.

Dungeon-Crawling trifft Ladenalltag

Das Grundprinzip von Moonlighter 2 dürfte Fans des ersten Teils bekannt vorkommen: tagsüber führen wir unseren Laden in Tresna, verhandeln mit Kunden und legen fest, welche Preise unsere Beute wert ist. Nachts stürzen wir uns in prozedural generierte Dungeons, kämpfen uns durch Gegnerhorden und sammeln alles ein, was sich später zu Gold machen lässt. Neu ist dabei vor allem die Perspektive: Statt der Draufsicht des Originals blicken wir nun aus einer isometrischen Perspektive auf ein vollständig dreidimensionales Tresna, was dem gesamten Spielgefühl mehr Tiefe verleiht, ohne die Übersichtlichkeit zu opfern.

Im Kampf greift Will auf ein Arsenal aus Nah- und Fernkampfwaffen zurück, das durch verschiedene Kampfpfade ergänzt wird. Besonders gut hat uns der Bomb Path gefallen, bei dem Gegner nach ausreichend Treffern explodieren und dabei umstehende Feinde mitschädigen. Wer lieber auf Distanz kämpft, findet mit dem HEX-Pfad oder den Blo-Blitz-Duallwaffen weitere Werkzeuge, die dem Kampfsystem spürbar mehr taktische Tiefe verleihen als noch im ersten Teil. Diese Vielfalt sorgt dafür, dass sich kein Run wie der vorherige anfühlt, ohne dass man dabei von zu vielen Optionen erschlagen wird.

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Ein zentrales Element bleibt der Rucksack, in dem wir unsere gesammelten Reliquien verstauen. Jede Reliquie bringt eigene Kampfboni mit, die sich je nach Platzierung im Rucksack gegenseitig verstärken oder sogar neue Effekte auslösen. Dieses Puzzle-artige System verlangt am Anfang etwas Eingewöhnung, entwickelt sich im Laufe des Spiels aber zu einem der spannendsten Aspekte, da wir ständig abwägen müssen, welche Kombination am besten zu unserem aktuellen Spielstil passt.

Vom Hauptspiel zum Postgame

Die Geschichte rund um Will, seine gestrandeten Weggefährten und den mysteriösen Sammler Moloch führt uns über mehrere Stunden durch Tresna und die umliegenden Dimensionen, bis sie zu einem runden Abschluss findet. Die Erzählung bleibt dabei angenehm leichtgängig und drängt sich nie zu sehr in den Vordergrund des eigentlichen Spielgeschehens, was der Serie treu bleibt und Genrefans entgegenkommt, die primär wegen der Spielmechanik hier sind.

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Nach Abschluss der Hauptgeschichte wartet mit dem Infinite Endless Vault ein umfangreiches Postgame auf uns. Hier gilt es, eine Reihe immer schwieriger werdender Schwellen zu meistern, wobei jede Schwelle in einem einzigen Durchlauf geschafft werden muss. Verpassen wir das geforderte Goldziel, beginnt der jeweilige Abschnitt von vorn, was für einen angenehmen Nervenkitzel sorgt, ohne gleich unfair zu wirken.

Für alle, die noch mehr Herausforderung suchen, gibt es zusätzlich den Hardcore-Modus, bei dem ein Tod in den Katakomben endgültig ist und wir wieder ganz von vorne beginnen müssen. Diese Option richtet sich klar an eine kleinere Zielgruppe erfahrener Genrefans, rundet das Gesamtpaket aber sinnvoll ab und sorgt dafür, dass auch nach dem Abspann noch genug zu tun bleibt.

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Der visuelle Sprung in die dritte Dimension

Der Wechsel von Pixelart zu 3D war für viele Fans des Originals sicherlich die größte Umstellung, doch wir können beruhigen: Tresna und die umliegenden Dimensionen wirken lebendig, farbenfroh und behalten den charmanten Cartoon-Stil, der die Serie ausgezeichnet hat. Die neuen Biome unterscheiden sich klar in Farbpalette und Struktur voneinander, sodass Monotonie über längere Spielsitzungen kaum aufkommt. Besonders die Lichtstimmungen in den Dungeons wissen zu gefallen und tragen zur jeweiligen Atmosphäre bei.

Auch animationstechnisch macht Moonlighter 2 einen runden Eindruck. Kampfanimationen wirken flüssig, Trefferrückmeldungen sind spürbar, und die zahlreichen Gegnertypen bewegen sich mit genug Variation, um nicht beliebig zu wirken. Musikalisch bewegt sich der Titel im gewohnt eingängigen Rahmen der Serie, mit ruhigeren Klängen im Laden und treibenderen Stücken in den Dungeons. Soundeffekte beim Sammeln von Beute oder beim Verkauf im Laden verleihen dem Wirtschaftsteil des Spiels eine angenehm befriedigende Note.

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So läuft Moonlighter 2 auf der PS5

Auf der PS5 läuft Moonlighter 2: The Endless Vault in unserem Test durchweg stabil. Die Bildrate bleibt sowohl in ruhigen Ladenmomenten als auch bei hektischeren Kämpfen mit mehreren Gegnern konstant, spürbare Einbrüche sind uns während unserer Spielzeit nicht aufgefallen. Ladezeiten zwischen Dungeon-Abschnitten fallen angenehm kurz aus, was dem ohnehin zügigen Spieltempo zugutekommt.

Die Steuerung mit dem DualSense fühlt sich intuitiv an. Ausweichrollen, Waffenwechsel und der Einsatz der verschiedenen Kampfpfade lassen sich gut auf dem Controller unterbringen, ohne dass wir uns während hektischer Kampfsituationen jemals verhaspelt hätten. Angenehm ist zudem, dass das Menü zur Rucksackverwaltung übersichtlich gestaltet ist und sich auch mit dem Controller zügig bedienen lässt, ein Punkt, an dem ähnliche Spiele gerne straucheln. Kleinere Komforteinstellungen wie anpassbare Schwierigkeitsgrade und der neue Very-Hard-Modus runden das technische Gesamtpaket ab.

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Unser Fazit zu Moonlighter 2

Moonlighter 2: The Endless Vault zeigt, dass sich der Umstieg auf 3D für die Serie ausgezahlt hat. Der bewährte Wechsel zwischen Dungeon-Abenteuer und Ladenalltag bleibt ebenso motivierend wie im Original, wird durch neue Kampfpfade, das Rucksackpuzzle und umfangreiche Postgame-Inhalte aber deutlich erweitert. Auf der PS5 überzeugt das Spiel zusätzlich mit stabiler Technik und einer runden Steuerung, sodass dem Einstieg für Konsolenspieler nichts mehr im Weg steht.

8.8
Gesamtwertung
Moonlighter 2: The Endless Vault im Test – Der Sprung in die dritte Dimension

Moonlighter 2 verbindet Dungeon-Crawling und Ladenmanagement gekonnt in 3D, überzeugt auf der PS5 technisch und bietet dank Postgame-Inhalten langfristige Motivation für Fans des Genres.

Gameplay 9.0
Grafik 8.5
Sound 8.5
Steuerung 9.0
Vorteile
  • Gelungener Wechsel von 2D zu 3D bei erhaltenem Charme
  • Motivierender Loop aus Dungeon-Erkundung und Ladenmanagement
  • Zahlreiche Kampfpfade sorgen für Abwechslung
  • Stabile Performance und angenehme Steuerung auf PS5
  • Umfangreicher Postgame-Inhalt durch Infinite Endless Vault
Nachteile
  • Rucksackmanagement erfordert anfangs etwas Eingewöhnung
  • Hardcore-Modus dürfte nur eine kleine Zielgruppe ansprechen

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